Studentische Hilfskräfte und Tutor*innen der Universität Kassel, aufgepasst! (Vertragssituation)

Das Corona-Virus wirft auch für die studentischen Beschäftigten der Uni Kassel einiges durcheinander! Von vielen studentischen Hilfskräften und Tutor*Innen erreichten uns in den letzten Tage Fragen und Problem hinsichtlich ihres Arbeitsvertrags. Viele warten immer noch auf ihren Arbeitsvertrag für das Sommersemester 2020!

Derzeit ist die Informationslage sehr unklar und variiert offensichtlich zwischen den Fachbereichen. Deshalb versuchen wir uns schnellstmöglich einen Überblick zu verschaffen. Dafür brauchen wir euer Feedback!

  • Wie ist die derzeitige Situation an eurem Fachbereich bzw. eurem Fachgebiet?
  • Habt ihr euren Arbeitsvertrag für das Sommersemester 2020 bereits erhalten? Oder wartet ihr noch auf euren Arbeitsvertrag für das neue Semester?
  • Seit ihr von eurem Fachbereich oder eurem Fachgebiet (z. B. per Rund-Mail) informiert worden, wie dieser mit der aktuellen Lage umgehen wird (z. B in Form einer generellen Zusage oder Absage von Vertragsverlängerungen)?

Eure Informationen helfen uns, einen ersten Überblick zu erhalten, damit wir anschließend gemeinsam für eine faire Regelung kämpfen können!

Schreibt uns an unserer Mailadresse: hilfskraefte-unikassel@gmx.de

Die wichtigsten Fragen & Antworten rund um dein Studium während #corona hat die DGB Jugend für euch zusammengestellt. Wenn du Probleme oder Fragen hast, wende dich an deine Gewerkschaft. Du kannst dich auch jederzeit an die DGB Jugend Online-Berater*innen wenden. Schnell, unbürokratisch, anonym und kostenlos.

Hier geht´s zu den Infos: https://jugend.dgb.de/-/aTe

Du bist nicht allein! Solidarisch kommen wir durch die Krise!

Veranstaltungsreihe

Liebe Interessierte,

im Wintersemester 19/20 wird die Hilfskräfte-Initiative an der Universität Kassel eine Veranstaltungsreihe anbieten, die insgesamt vier Veranstaltungen und einen Workshop umfasst und sich mit verschiedenen Interessenskonflikten an der Universität als Lern- und Arbeitsort auseinandersetzt. Darüber hinaus wollen wir auch über das Arbeitsfeld der Universität hinausblicken und es somit in Relation zu Arbeitskämpfen in anderen Betrieben und Branchen setzen.

Die erste Veranstaltung soll dabei dazu dienen, sich als Hilfskräfteinitiative vorzustellen. Dabei soll die bisherige Zielsetzung diskutiert und mit der Kampagne von der Berliner Initiative für den TV-Stud verglichen werden, um Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede hervorzuheben, und gemeinsam zu überlegen, welche Schritte notwendig sind um die Interessen studentisch Beschäftigter besser durchsetzen zu können.

In der zweiten Veranstaltung wollen wir uns dann beispielhaft einen anderen Arbeitskampf an der Universität Kassel anschauen. Dafür wollen wir eine*n Referent*in von Unikassel Unbefristet einladen um etwas über deren Kampagnenplanung und Erfahrungen in der Organisation von Unimitarbeiter*innen zu erfahren. 

Der Workshop zu Arbeitsrechten studentisch Beschäftigter soll dann als Extratermin dafür dienen, erste Handlungsmöglichkeiten auszuloten, die bereits genutzt werden könnten, um die eigenen Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Die dritte Sitzung soll dann Arbeitskämpfe unter prekären Arbeitsbedingungen thematisieren. Dafür wollen wir André Koch, den ehemaligen Betriebsratsvorsitzenden von der LiSA Lichtenau Service Agentur (ein internes Leiharbeitsunternehmen von Lichtenau e.V.) einladen, der es zusammen mit anderen Kolleg*innen schaffte, die Leiharbeiter*innen des Unternehmens zu organisieren und einen Betriebsrat zu gründen. Als Beispiel eines erfolgreichen Arbeitskampfes in einem schwer zu organisierenden Feld können wir auch hier wichtige Lektionen mitnehmen. Als abschließende Sitzung  sollen dann erfolgreiche Kämpfe an den Universitäten thematisiert werden. Dies wollen wir anhand der Studiproteste gegen die Einführung von Studiengebühren im Jahr 2006 exemplifizieren.

Wir freuen uns auf euer Kommen!

Unsere Forderungen

  • eine eigene Personalvertretung und gesetzliche Anerkennung als Personal (bisher fallen studentisch Beschäftigte in die Kategorie „Sachmittel“)
  • Transparenz: Informationen und Transparenz über Aufgaben, Verpflichtungen und Rechte von Hilfskräften bei jeder Vertragsschließung
  • regelmäßige Lohnevaluation und -anpassung (jährlich ca. 2,5%)
  • Aufklärung von Dozierenden über die Aufgaben, Rechte und Pflichten von Hilfskräften
  • Verpflichtende öffentliche Ausschreibung aller Hilfskraftstellen
  • keine sachgrundlosen Befristungen (auf 6 Monate) bei eigentlich langfristigen Beschäftigungsverhältnissen/Daueraufgaben
  • Urlaubsanspruch bzw. Vergütung nicht wahrgenommener Urlaubsansprüche umsetzen
  • Arbeit im Krankheitsfall darf nicht unentgeltlich nachgeholt werden
  • Klausurmittel deutlich erhöhen und entsprechend der tatsächlichen Arbeitszeit vergüten (aktuell arbeiten die meisten Tutor*innen bei der Korrektur unter dem Mindestlohn, teilweise deutlich)
  • klare und faire Arbeitszeitregelungen anstatt von Stundenzetteln, die entsprechend der vereinbarten Stunden zurechtgeschummelt werden
  • Schaffung von Kontrollinstrumenten, damit Vorgaben zu studentischen Beschäftigungsverhältnissen an den Fachbereichen eingehalten werden
  • einheitliche und verbindliche Regelungen statt fachbereichsinterner Absprachen und Abhängigkeiten vom jeweiligen Vorgesetzten